unsere Argumente:


Atomkraftwerke abschalten

1. Wir müssen die Atomkraftwerke in der Schweiz abschalten, weil die von den Atomkraftwerken ausgehende Gefahr für das Land und die Umwelt so gross ist, dass die Schweiz einen Ernstfall nicht überstehen kann.

 

2.  Wenn etwas Schlimmes mit einem AKW in ihrer Umgebung passiert, verlieren die Menschen automatisch ihre Rechte, ihr Hab und Gut, ihre Heimat und ihre Zukunft – von der Gesundheit ganz zu schweigen. Der hoch riskante Betrieb der AKWs verstösst gegen die Menschenrechte, denn es besteht keine Notwendigkeit, in der Schweiz Atomkraftwerke zu betreiben. Trotzdem existiert keine Haftung der Verursacher im Katastrophefall.




Umweltgefährlichkeit der AKWs auf der Zeitachse

Was das Umweltrisiko angeht, hätte die Schweiz längst die Stillegung der AKWs durchführen

müssen, denn das statistische Risiko einer akut lebensbedrohlichen Verstrahlung der Umwelt

steigt mit jeder AKW-Betriebsstunde.

 

Der Schaden, der ewig da sein wird bleibt ohne jede Möglichkeit einer Wiedergutmachung.



Die Haftung für die Umweltgefährlichkeit der AKWs

Wer eine derart gefährliche Industrie wie die Atomindustrie in seinem Einflussbereich zulässt, der trägt die volle Last der Verantwortung selbst. Diese Last tragen wir Menschen, Bürgerinnen und bürger der Schweiz einzeln auf unseren eigenen, mehrheitlich schmächtigen Schultern.

Verantwortung übernehmen hiesse also eigentlich Verantwortung zurückweisen und sie vollumfänglich der Atomwirtschaft anlasten - aber die Gefährlichkeit der Atomkraftwerke für Menschen und Umwelt ist zu gross.

 

Wir wollen die AKWs abgeschaltet wissen. Also lassen wir diese Schlacht um die Haftung rechts

liegen und übernehmen die Verantwortung für die Abschaltung der AKWs jetzt - wir schieben sie

nicht auf spätere Generationen und auch nicht auf den Zeitpunkt, wo alles zu spät ist.

 

Wir Schweizer Bürgerinnen und Bürger insgesamt sind die Betreiber der AKWs. Wir können die

Verantwortung und das Risiko nur tragen, wenn wir alle Atomkraftwerke sofort abschalten.



Die Gefährlichkeit der AKWs

Wer Atomkraftwerke hat, riskiert alles: Wenn etwas Schlimmes mit einem AKW in ihrer Umgebung

passiert, verlieren die Menschen automatisch ihre Rechte, ihr Hab und Gut, ihre Heimat und ihre

Zukunft, von der Gesundheit ganz zu schweigen.

Wir müssen jetzt die Atomkraftwerke abschalten - die Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen!


Die Schweiz kann sich die AKWs nicht leisten:

Unberechenbar


Am 10. Mai 1968 wurde in Lucens, Kanton Waadt ein Atomreaktor in Betrieb genommen. Am 21. Januar 1969 ereignete sich dort eine teilweise Kernschmelze, in deren Folge das Druckrohr explodierte und der Reaktor schwer beschädigt wurde.
Das unterirdisch gebaute Reaktorhaus des „Versuchsatomkraftwerks Lucens VAKL“ wurde radioaktiv kontaminiert. Radioaktiv verseuchtes Material wurde in 230 Blechfässer abgefüllt und im Atlantik versenkt.
ENSI: „Grössere aktivierte oder kontaminierte Komponenten wurden zerlegt, in sechs Stahlbehälter verpackt und luftdicht eingeschweisst, ebenfalls die gut 60 kg Uran aus dem stark beschädigten Brennelement 59. Diese sechs Behälter blieben auf dem Gelände des VAKL“
Das ENSI stellt heute die Reaktoranlage von Lucens als „ausserordentlich bewährt“ dar. Genauso bewertet es die anderen fünf Atomkraftwerke der Schweiz.

Egal ob Autobahn oder Atomkraftwerk, technische Anlagen werden generell unabhängig von der Umwelt, in der sie sich befinden auf ihre Betriebssicherheit beurteilt. Lebewesen, Wetter, Erde, Luft und Wasser, welche die natürliche Umwelt bilden, kommen in den Berechnungen der Anlagen nur als Störfaktoren vor.
 
Es ist nach heutigem Wissensstand absehbar, dass der Schaden für die Umwelt, der von unseren AKWs ausgeht den Nutzen bis zur Unsichtbarkeit überschattet.
Heute, im Zeitalter der Chaosmathematik ist es verantwortungslos, dass die Atomreaktoranlagen der Schweiz noch immer in Betrieb sind, dies trotz der wissenschaftlich bewiesenen Unberechenbarkeit der Gefahren für die Umwelt, die von ihnen ausgehen.
Durch die konsequente Ignoranz und theatralisch sorglose Achtlosigkeit für die Schäden, die die heutige Lebensweise für die kommenden Generationen bedeuten, fördert die neoliberale Politik blind um jeden Preis den Kapitalgewinn.

Wir meinen: Umweltschutz sieht anders aus.
Es ist höchste Zeit, die in den vergangenen Jahrzehnten gewonnenen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse und Methoden anzuwenden wenn es darum geht, den Horizont der Sicherheitsorgane insbesondere des ENSI zu definieren.


Das Problem besteht heute im Wesentlichen darin, dass die Elite der Gesellschaft die Spielregeln für das Land bestimmt. Diese sind ganz und gar dem Wachstum des Kapitals verpflichtet. Gegen die tyrannische Allmacht des Kapitalgewinns können weder neue Erkenntnisse noch individuelle Rechtsansprüche ankommen.


Der Artikel 90

Die Zeit ist gekommen, das Denkverbot zu übertreten und die Grösse der umweltpolitischen Dimension der Atomenergie anzuerkennen. Der Ausstieg der Schweiz aus der Atomenergie soll das Zeitalter der Schweizer Atomkraftwerke beenden und ihre Überreste aus einer stur aufs schnelle Geld fixierten Energiewirtschaftspolitik in eine nachhaltige Umweltpolitik übersiedeln.

 

Bundesblatt: Deutsch https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2017/3585.pdf

Gazette fédérale: Français https://www.admin.ch/opc/fr/federal-gazette/2017/3389.pdf

Gazetta federale: Italiano https://www.admin.ch/opc/it/federal-gazette/2017/3111.pdf